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Eigentlich ein viel zu schweres Kapitel, aber bange machen gilt nicht. Dabei werden alle willkürlichen quergestreiften Muskeln außer die der Atmung (dichtes Wasser und Seele) vom Gehirn getrennt und verharren in erholsamer Ruhe. Auch die Sinnesorgane werden still gelegt. Die Kompensationstätigkeit des Gehirns ist auf Eis gelegt, aber das Gehirn arbeitet immer auf Hochtouren. Es kann seine Bilder nun in das Bewußtsein lenken und dabei seiner Phantasie freien Lauf lassen, weil es keinen Feind ab zu wehren oder Futter heran zu schaffen braucht. Träume sind die Arbeit des Schlafes. Die Bilder sind rein virtuell und erscheinen außerhalb des Gehirns und in Originalgröße. Sie hätten im Gehirn keinen Platz. Im Traum können die blinden sehen, die tauben hören, die armen in den feinsten Gerichten und Gerüchen schwelgen. Das Grundthema ist am besten in Gerhard Schönes Lieblingsgeschichte vom Maler, der sich sein Brot malt und eine Himmelsleiter, um den Elend in der Welt zu entkommen, dar gestellt. Sie bezweifeln das? Aber im Traum sind Sie doch blind usw. Alle Sinnesorgane wurden abgestellt. Da alle Bewegung auch die des Sehens Muskelarbeit ist, müssen die Augenmuskeln Schwerstarbeit verrichten, können das aber in vollkommener Freiheit tun. Kekule und viele andere hatten ihre besten Ideen in Träumen, die man auch am Tage verrichten kann. Die Erlebnisse werden im Traum mit verarbeitet, aber bestimmen ihn nicht. Die Gedanken können nun immer im Galopp laufen und die Unendlichkeit erfassen. Sie sind der Ersatz für die Muskelarbeit. Eigentlich träumt man immer, denn ohne Tätigkeit wären wir sofort tot. Alle ruhenden Teile träumen als Training. Das ist die einzige Form der Erholung. Freud sagte, daß die Träume eine Wächterfunktion hätten, um nicht auf zu wachen und sich nicht erholen zu können. Sexualität kostet die meiste Kraft ist aber auch sehr erholsam danach. Darum ist Sexualität der beste Traum. Schöne Weiber geben die meiste Kraft. Die meisten Träume haben einen sexuellen Bezug. Der innere Rhythmus ist auch so gesteuert, daß der Kreislauf seine rhythmische Tätigkeit des Morgens kurz vor dem Aufwachen in die Geschlechtsorgane lenkt und sie anschwellen und Kraft (dichtes Wasser und Wärme aus den roten Blutkörperchen) tanken läßt (Moprala - Morgenprachtlatte). Also kurz gesagt: Die Träume sind die optimalen Sensationen oder der Ersatz für die Außenwelterlebnisse. Im Tiefschlaf träumen wir unterbewußt. Träume und Schlaf sind untrennbar. Der Begriff Schlaf wurde nur erfunden, weil wir im Tiefschlaf nicht sehen können, vielleicht träumen wir dort nur Gefühle. (siehe Schlaf) |
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