Radioaktive Ansteckung

oder virtueller Transport

Vor 25 Jahren machte meine liebe Kollegin Helga Auerswald in Großbeeeren folgenden Versuch. Sie begaste ein Gurkenblatt in einem geschlossenen Beutel mit radioaktivem C-14. Sie schnitt nach einer Minute das Blatt ab, zerteilte die gesamte Pflanze sofort in Stücke und maß die Radioaktivität in den Wurzelspitzen mit Filmmaterial. Sie waren viel radioaktiver als normal. Es mußte also nach unserer Meinung die Wanderungsgeschwindigkeit in Pflanzen wahnsinnig groß sein, was uns in Erklärungsnotstand brachte.
Es ist aber viel einfacher. Pflanzen brauchen für die Zellteilung, die in Wurzelspitzen riesengroß ist, unbedingt Radioaktivität, weil ansonsten die Desoxyribonukleinsäure nicht in zwei Teile zerfällt. Sie stellt das C-14 also selbst her und überträgt durch Schallanstoß zwischen den Molekülen ständig radioaktiven Kohlenstoff C-14 dorthin wo es am meisten gebraucht wird. Dabei wandert der Kohlenstoff nicht, sondern ein C-14 Molekül steckt das benachbarte an und so wandert der Staffelstab bis dorhin wo er gebraucht wird. Das nennt sich virtueller Transport im fachchinesisch.
So erscheinen auch die Atome als rotierend, aber eins springt nur immer in zwei Halbkreisen ständig herum, wobei es mit den Nachbarn korrespondiert und es somit keine Grenzen zwischen ihnen gibt.
Wenn man z.B. eine Riesenmenge Kohlenstoff mit ein paar radioaktiven mischt, verteilen diese sich gleichmäßig überall hin und die Halbwertzeit ist egal groß. Ob nun viele oder wenige radioaktive drinnen sind.


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